"Tief "ALFRED" sorgt für Dauereinsatz der Feuerwehren im Landkreis Holzminden
Ortsfeuerwehr Stadtoldendorf mehrfach gefordert

 

Einsatzinfo
 

Lfd. Nr. 18-47/2017
Datum 25. und 26.07.2017
Bericht Michael Mundhenke
Fotos Feuerwehr
Alarm / Ende 25.07.2017: 04:10 - 22:30 Uhr
26.07.2017: 06:50 - 17:30 Uhr

Eingesetzte Kräfte

LF20    (immer wieder wechselnde Besetzung und Besatzung)
HLF 20 (immer wieder wechselnde Besetzung und Besatzung)

- Personal zur Unterstützung im ELW Ehausen, Fahrer für LKW und
  sonstige Tätigkeiten
- Unterstützungspersonal für Versorgung und Verpflegung
- alle Feuerwehren der Samtgemeinde E'hausen-St'dorf
- Rettungsdienst und Johanniter




Das Tief "ALFRED" sorgte in Deutschland für ausgiebigen Dauerregen. Mehrere Tage lang regnet es ununterbrochen und ein Ende war nicht in Sicht. Die Region in der Mitte Deutschlands und damit auch die Samtgemeinde Eschershausen-Stadtoldendorf hatte dazu im Vorfeld mehrere Wetterwarnungen bekommen und konnte sich langsam auf das Kommende vorbereiten.

Die Folge: Der Boden hatte nach und nach genügend Wasser aufgenommen und das nun überschüssige Wasser sammelte sich in den Bächen und Flüssen. Damit stiegen die Lenne, der Eberbach und zahlreiche andere kleinen Rinnsaale dramatisch an und drohten bei jedem weiteren Regenschauer über die Ufer zu treten.

Wurde die Ortsfeuerwehr Stadtoldendorf bereits am Vortag zum Aufbau der Hochwasserschutzwand alarmiert, war die Feuerwehr Eschershausen eine weitere, die um kurz nach Mitternacht  die ersten Maßnahmen in Eschershausen und Scharfoldendorf gegen die Lenne zu treffen hatten. Die Ortsfeuerwehr Stadtoldendorf unterstütze dazu dann am Morgen für einige Stunden im Stadtgebiet. Hier galt es die Lenne im Zaum zu halten und Sicherungs- und Pumpmaßnahmen durchzuführen.

Neben den Unterstützungsleistungen in den Bereichen der Samtgemeinde und hier speziell in Eschershausen, galt es in Stadtoldendorf ein Auge auf den Eberbach zu haben. Hier konnten aber keine Grenzwerte erreicht werden und es war noch genügend Luft zwischen Wasser und Hochwasserschutzwand. Dennoch stieg auch der Eberbach bedrohlich an und ließ im Freibad das Pumpenhaus volllaufen. Das Wasser drückte dabei durchs Mauerwerk und Tauchpumpen hatten ihre Mühe diesen wieder leer zu bekommen. Zum Schützenhaus Mittendorfs-Park wurde die Stadtoldendorfer Einsatzkräfte, neben zahlreichen Einsatzstellen mit vollgelaufenen Kellern, ebenso alarmiert. Hier musste nebn dem Wasser im Keller auch einen Baum beseitigt werden.

Aufgrund der Ausmaße  und Anzahl der über Funk und Telefon eingehenden Schadensmeldungen wurde durch die Samtgemeinde-Feuerwehrführung erstmals entschieden, Großalarm für alle Feuerwehren der Samtgemeinde auszulösen. Somit wurde auch die Ortswehren alarmiert, welche bisher nocht nicht eingebunden waren. Letztendlich waren alle 23 Wehren in und um Eschershausen, Stadtoldendorf und in den Ortsteilen der Samtgemeinde im Einsatz und versuchten den Wassermaßen Herr zu werden.

Die besondere Großwetterlage hält allerdings noch einige Tage an. Wie sich die Pegel der Bäche und Flüsse weiter entwickeln werden ist derzeit nicht bekannt. Gehen die Wassermaßen im Bereich der Samtgemeinde Eschershausen-Stadtoldendorf wieder leicht zurück, so steigt die Weser in Holzminden minütlich an. Auch die Regionen zwischen Hannover und Harz sind im Dauereinsatz mit teils schlimmeren Folgen. Ein Ende ist dort derzeit nicht absehbar.

Freiwillige Feuerwehr Stadtoldendorf